Presseberichte
Seite ausdrucken

Donnerstag, 7. Juli 2016

Rotenburger Kreiszeitung

Fliegende Formel 1 am Rotenburger Himmel

Niedersächsische Segelflugmeisterschaften werden auf dem Flugplatz an der Zevener Straße ausgetragen

Bei den niedersächsischen Segelflugmeisterschaften, die auf dem Rotenburger Flugplatz ausgetragen werden, gehen mehr 100 Piloten an den Start.
Foto: Goldstein
Rotenburg • Bereits zum neunten Mal seit 1985 ist der Verein für Luftsport Rotenburg Ausrichter der niedersächsischen Segelflugmeisterschaften, die von Mittwoch, 20. Juli, bis Sonntag, 31. Juli, auf dem Flugplatz der Kreisstadt an der Zevener Straße über die Bühne gehen. Wie gewohnt werden Leiter Christian Rinn und sein Team alle Vorbereitungen treffen, um einen erfolgreichen Wettbewerbsverlauf zu gewährleisten.

Die Veranstaltung wird auch in diesem Jahr wieder als Qualifikationsmeisterschaft für die Deutsche Segelflugmeisterschaft gewertet. Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass sich bereits mehr als 100 Piloten mit ihren Teambegleitern angemeldet haben.

Geflogen wird in drei Kategorien: der Clubklasse, der Standardklasse und der 15-Meter-Klasse. Am stärksten besetzt ist die Clubklasse mit mehr als 30 Teilnehmern. In allen Kategorien wird eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 130 Stundenkilometern geflogen, obwohl die Segelflieger beim Streckenflug immer wieder im Aufwind kreisen müssen, um an Höhe zu gewinnen.

Gestartet wird, wie im Bundesland Niedersachsen üblich, an der Winde. Für die Meisterschaften stehen vier leistungsstarke Doppeltrommelwinden mit einer Leistung von 380 Pferdestärken zur Verfügung. Diese sind auch notwendig, da abgesehen von der Clubklasse reichlich Balastwasser zugetankt wird. Im Minutentakt werden dann die schnittigen Hochleistungssegler in den Himmel katapultiert.

Das zu fliegende Streckenfeld reicht von der niedersächsischen Grenze bis kurz vor Berlin sowie von der Nord- und Ostseegrenze bis zu einer Linie von Münster bis Leipzig. Je nach Wetterlage werden die Piloten eine vorher genau festgelegte Flugstrecke um ein Wendemarke zurücklegen müssen. Die Länge bewegt sich zwischen 150 und 600  Kilometern. Die Flugzeuge werden alleine durch die Thermik in der Luft gehalten. Da gehört schon eine Menge fliegerisches Können dazu, um die anspruchsvolle Strecke zu bewältigen. Ein Flugdatenschreiber (Logger), der vergleichbar mit einer Blackbox im Luftverkehr ist, zeichnet den Flug auf.

Der erste Wertungstag beginnt am Donnerstag, 21. Juli, und der letzte Wertungstag ist für Samstag, 30. Juli, vorgesehen. Die Siegerehrung findet am darauffolgenden Sonntagmorgen statt. Weitere Informationen zu dem Wettbewerb gibt es unter der Internetadresse www.vfl-rotenburg.de go

Presseberichte

Seite ausdrucken


VfL-Rotenburg (Wümme) e.V.
aktualisiert am 31.12.2016