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Mittwoch, 3. August 2016

Rotenburger Rundschau

Über den Wolken ...

88 Segelflieger kämpfen um die Krone der Lüfte / Rotenburger Hirchert ist 21.

Aus dem gesamten Bundesgebiet kamen die Segelflieger nach Rotenburg.
Die Teilnehmer kämpften nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch mit den schlechten Wetterbedingungen.
• Foto: Doris Metternich
VON DORIS METTERNICH

Rotenburg. „... muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, singt Liedermacher Reinhard Meyer. So wie er, fühlten sich die Teilnehmer bei den niedersächsischen Segelflugmeisterschaften des Vereins für Luftsport in Rotenburg. 88 Segelflieger aus dem gesamten Bundesgebiet waren mit ihren Fluggeräten auf das Rotenburger Segelfluggelände gekommen. Ihr Ziel: Titel gewinnen und damit Weltranglistenpunkte sammeln.

Bis ganz nach vorne reichte es für den Rotenburger Jan-Christoph Hirchert zwar nicht – er erreichte aber immerhin einen respektablen 21. Platz. Den Sieg machten andere unter sich aus: In der Clubklasse flog Werner Rodi aus Burgdorf allen davon, in der Standard-Klasse siegte Oliver Knischewski vom LFC Erftland und in der FAI 15 Meter-Klasse holte Hans-Martin Tronnier aus Braunschweig den Titel. Die Urkunden überreichten Bürgermeister Andreas Weber, Elke Twesten und Martin Kader von der Bundeskommission Segelflug.


Zu dem Wettkampf kamen viele Teilnehmer mit dem Wohnwagen und übernachteten auf dem Flugplatzgelände. Ein Jahr lang hatte sich das Team der Rotenburger Segelflieger auf den Wettkampf vorbereitet und bot den Teilnehmern gute Bedingungen: Wasser, Strom und ausreichend sanitäre Anlagen waren vorhanden. 25 der insgesamt 100 Mitglieder des Vereins waren während des zehntägigen Wettkampfs im Einsatz.

Sie kümmerten sich darum, die Organisation und korrekten Abläufe auch außerhalb des Flugfeldes sicherzustellen. „Für eine zuverlässige Wetterprognose war zum zweiten Mal der Meteorologe Thomas Seiler von der Segelfluggruppe Bremen aus Tarmstedt im Einsatz. „Er hat aus den unterschiedlichen Wetterberichten mit Satellitenbildern, Radar und Analysekarten die wahrscheinlichste aller Vorhersagen für Rotenburg und die Flugroute erstellt“, so Geschäftsführer Christian Rinn, der auf bessere Bedingungen gehofft hatte. Denn das Wetter spielte meist nicht mit. Nur an drei Tagen konnten die Wertungsflüge in vollem Umfang für den Wettkampf genutzt werden, so Rinn. Warme Aufwinde durch die Sonne fehlten, diese machten das Segelfliegen aber erst möglich, erklärte er.

In den drei unterschiedlichen Leistungsklassen Club, Standard und FAI 15-Meter katapultierten vier Startwinden die Teilmnehmer in die Luft. In der mittleren Klasse waren 387 Kilometer nach einem ausgetüftelten Flugplan abzufliegen, den Christian Rinn der gleichzeitig auch als Sportleiter fungierte, vorgeben hatte.

Die hohe Meldezahl machte es nötig, sich von befreundeten Segelfliegerclubs aus Nordhorn-Cuxhaven, Hodenhagen und Lemwerder weitere Startwinden auszuleihen. „Für unseren Club ist es wichtig, dass alle Teilnehmer ohne Ausfälle wieder nach Rotenburg kommen, deshalb schicke ich die Teilnehmer nur bei optimalem Wetter los. Damit waren jedoch nicht immer alle Teilnehmer einverstanden“, ergänzte Rinn.

Nach der Rückkehr wurden alle Flugaktionen auf ihre Richtigkeit überprüft und kontrolliert, ob die Flugroute mit der vorgegebenen Wertungsroute übereinstimmte. Erst nach der Auszählung aller eingegangenen Daten durch Mitglied Leon Braunsburger reichte der veranstaltende Verein die Ergebnisse an den Dachverband Deutscher Aero-Club in Braunschweig weiter.

Aufgrund der schlechten Wettervorhersage für den Sonntag wurde die Siegerehrung kurzerhand auf den Samstag verschoben. Diese Entscheidung wurde auch im Hinblick darauf gefällt, dass einige Teilnehmer eine weite Rückreise hatten.

Die weiteste hatte Joachim Koch, der mit seiner „Discus 2b“ aus Schwäbisch Gmünd nach Rotenburg gekommen war und in der Standardklasse am Ende auf Rang zehn fliegen konnte.

 

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aktualisiert am 31.12.2016